Den Stammbaum des Lebens

teilt die Evolution der Tiere in zwei verschiedene, große Entwicklungslinien auf:
Am Ende der einen steht heute der Mensch, am Ende der anderen die Biene.
Randolf Menzel & Matthias Eckoltd aus „Die Intelligenz der Bienen“

BIO-Honig

Für mich ist ein wichtiger Punkt, dass die Bienenhaltung mein Hobby ist und bleibt,
sodass ich meine Energie, meine Liebe und Verständnis
ganz dem Wohle der Bienen und dem Erhalt des dazugehörigen Ökosystems widmen kann.
kontakt@derbienenhueter.at

Erst wenn der Honig reif ist, d.h. sein Wassergehalt unter 18 % ist, wird er geerntet. Dazu werden die Honigwaben dem Volk entnommen und durch leere ersetzt. Die von den Bienen angebrachten Wachsdeckel auf den einzelnen Wabenzellen werden entfernt und danach werden die vollen Waben in einer speziellen Honigschleuder geschleudert. Im nächsten Schritt wird dieser Honig gesiebt, um Wachsteilchen, Pollenklümpchen und Ähnliches zu entfernen. Anschließend wird der Honig direkt in das Glas gefüllt und luftdicht verschlossen.
Um Cremehonig zu erlangen, wird nach dem Schleudern der Honig über mehrere Tage hinweg gerührt. Das Rühren des Cremehonigs dient einer gleichmäßigeren Kristallisation – und somit cremigeren Konsistenz. Dies verändert nicht die Qualität des Honigs.

Um höchste Qualität zu gewährleisten, wird der Honig weder erwärmt, noch werden ihm Zusatzstoffe hinzugefügt.

Ein wichtiger Bestandteil meiner Betriebsweise ist, keinen Sortenhonig zu produzieren. Mischhonig schmeckt oft besser und ist, im ökologischen Kontext betrachtet, wertvoller, da er aus einer reicheren Kulturlandschaft stammt. Ein reiner Rapshonig aus einem riesigen Rapsfeld ist letztlich das Produkt einer ökologisch fragwürdigen Monokultur. Dazu kommt, dass Mischhonig ein vielfältigeres Spektrum an Inhaltsstoffen aufweist. PS: Aber nichts gegen einen schönen Lindenhonig aus einer alten Allee deren Bäume natürlich gewachsen sind.
Dazu kommt noch, dass jede Honigentnahme/Schleuderung ein hohes Stresspotential für die Bienen bedeutet. Jeder gute, naturbelassene und nicht wärmegeschädigte Honig wird früher oder später fest. Er kristallisiert. Wie schnell das geht, hängt von der konkreten Zusammensetzung ab, insbesondere spielt das Mengenverhältnis von Glucose zu Fructose eine entscheidende Rolle. Es gibt Sorten wie etwa Robinienhonig (oft auch als Akazienhonig bezeichnet), die ein halbes Jahr oder noch länger brauchen, um zu kristallisieren. Ein reiner Robinienhonig kann bis zu zwei Jahre flüssig bleiben. Aber das sind Ausnahmen. Die Regel ist, dass guter Honig nach einigen Wochen bis Monaten kristallisiert.
Wenn Sie einen Importhonig im Supermarkt kaufen, z.B. Lindenblüte, der nach mehreren Wochen immer noch flüssig ist, dann sagt dies einiges über seine Qualität aus. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde dieser Honig hitzegeschädigt oder mit Zusätzen behandelt. Kaufen Sie lieber Honig bei einem Imker aus Ihrer Region. Sie können kristallisierten Honig wieder verflüssigen, indem Sie das Honigglas in einem Wasserbad bei höchstens 40 Grad Celsius vorsichtig und geduldig erwärmen.

1. Naturwabenbau im Brutraum

Natürlicherweise ist das Brutnest eine geschlossene Einheit. Im Brutraum müssen über den Bau von Naturwaben Waben und Brut gemäß dem Entwicklungsverlauf des Bienenvolkes wachsen können. Brutraum und Rähmchengröße sind daher so gewählt, dass sich das Brutnest organisch mit den Waben ausdehnen kann, ohne von Rähmchenleisten durchtrennt zu werden. Den Wabenbau errichten die Bienen selbst, sie bekommen keine vorgefertigten Wachsplatten aus Altwachs. Dies wirkt sich nicht nur auf die Gesundheit der Bienen positiv aus, sondern verleiht dem Aroma des Honigs einen eigenen feinen Charakter.

2. Völkervermehrung

Völker werden primär durch den natürlichen Schwarmtrieb vermehrt.

3. „Es lebe die Königin“

Die Königin wird in der Regel zwischen vier bis sechs Jahre alt. Das Bienenvolk entscheidet selbst, wann der Zeitpunkt gekommen, ein neues Staatsoberhaupt heranzuziehen.


4. Behausung

Die Behausungen werden aus natürlichen und unbehandelten Materialien wie Holz, Stroh und Lehm gefertigt. Es werden nur so viele Bienenvölker an einem Standort aufgestellt, wie es ausreichend Pollen und Nektar zur Deckung ihres Bedarfs gibt.

5. Keine Wanderung zu Trachten

Die Bienenvölker stehen an bestimmten Standorten und verbleiben somit das ganze Jahr an diesen Standorten. Wanderungen bedeuten Stress, vor allem wenn auf einmal eine riesiges „Rapsfeld“ vor dem Bienenstock auftaucht.

6. Honigvorräte

Ein natürlich gehaltenes Bienenvolk soll grundsätzlich auf seinen eigenen Honigvorräten überwintern. Der Mangel an naturbelassen blütenreichen Flächen mit einem ausreichenden Nahrungsangebot erfordert jedoch oftmals eine ergänzende Fütterung.

7. Kein weißer Zucker

Weißer Zucker ist ein minderwertiges Industrieprodukt, dem alle Begleitstoffe wie Mineralien, Enzyme, Vitamine und Spurenelemente entzogen sind. Seine Weiterverarbeitung zu Honig kostet die Bienen zusätzliche Energie und schwächt ihre Vitalität. Eine möglichst bienengerechte Zufütterung sollte Nektar und Pollen so nahe wie möglich kommen. Daher besteht die Futterlösung aus: Zucker aus Bioproduktion, einem Teil Blütenhonig & Bio-Tee (z.B. Kamille), um die fehlenden Blütenkräfte zu ersetzen.

Wie bin ich zur Bienenhaltung gekommen…
Alles begann ganz unspektakulär. Ein Arbeitskollege sollte den Bienenstand von seinem Großvater (der leider schon verstorben war) übernehmen. Da er aber noch nichts über Bienen und vor allem deren Haltung wusste, fragte er mich, ob ich ihn nicht zu einem Grundkurs über die Imkerei begleiten möchte, weil wir schon des Öfteren über Bienen gesprochen hatten.

Mir gefiel die Idee und somit machten wir beide den „Grundkurs der Imkerei“. Doch für mich war das erhaltene Wissen nicht stimmig. Für mich war die Handhabung der Bienen in der konventionellen Imkerei, vor allem, dass die Königinnen jährlich getötet werden, um einen möglichst hohen Honigertrag zu erzielen, nicht passend.

Auf der Suche nach einem Bienenhaltungsmodell, bei dem das Wohl der Bienen im Vordergrund steht, bin ich auf die wesensgemäße Bienenhaltung nach Demeter gestoßen. Nachdem ich mir einen Demeter-Betrieb für Bienenhaltung angesehen hatte, wusste ich, wo mein Weg hingehen würde.

Dies begann alles 2014. Nach einem Jahr voll bestückt mit diversen Kursen über die wesensgemäße Bienenhaltung und Durchforsten reichlicher Fachliteratur über dieses Thema, beschloss ich im Jahr 2015, meine wesensgemäße Bienenhaltung (nach Demeterrichtlinien) zu starten. Anfänglich mit ein paar Völker, um zu sehen, wie sich alles entwickelt, um zu beobachten und vor allem, um von den Bienen zu lernen. JA, man kann eine Menge von den Bienen lernen.


 

2016 bekamen meine Völker das Bio-Zertifikat. Anfang 2017 absolvierte ich den Grundkurs für die Demeter-Landwirtschaft, welcher die Grundvoraussetzung für die Demeter-Zertifizierung ist. Die Demeter Zertifizierung werden meine Völker voraussichtlich 2018 erhalten.

Die wesensgemäße Bienenhaltung ist für mich auch ein Geschenk der Natur, einen Einblick in den Superorganismus des „Bien“ zu erhalten. Im Zentrum meiner Tätigkeit steht das Wesen Biene. Aus Respekt vor dem Leben richte ich mein Handeln an den Bedürfnissen der Bienen und an ihrem Wohlergehen aus – und nicht an der Maximierung des Honigertrages. Die Völkerführung in konventionell geführten Imkereien ist stets auf eine maximale Honigernte für den Imker ausgerichtet.

Dazu werden die Bienen massiven Manipulationen ausgesetzt. Sie versuchen jedoch immer wieder, die dadurch entstehenden Ungleichgewichte innerhalb des Volkes auszugleichen. Das kostet sie viel Kraft und Energie und erzeugt enormen Stress. Diese Kraft fehlt den Bienen dann bei anderen Lebensvorgängen. Dort treten dann Anfälligkeiten auf. Was tun wir mit den Bienen überhaupt? Was ist die Natur der Bienen? Und wie weit berücksichtigt der Imker die natürlichen Bedürfnisse der Bienen in seinem Handeln? Diese Fragen spielen bei der wesensgemäßen Imkerei eine wichtige Rolle. Wesensgemäße Bienenhaltung beginnt damit, die Abläufe und Gesetze im Bienenstock und die natürliche Lebensweise der Bienen zu beobachten und zu verstehen. Es gilt, das Wesen des Biens (das Bienenvolk als Organismus) zu erkennen, das noch immer viele Geheimnisse und Rätsel birgt. Ein Bienenvolk ist eine innige Einheit bestehend aus der Königin, der Mutter des Bienenstaates, den Arbeitsbienen und den Drohnen. Man kann auch von den Waben sagen, dass sie zu dieser Einheit gehören, da sie den "Körper" des Volkes bilden. Der Bien ist geprägt von höchster sozialer Ordnung, in der jedes Mitglied seine Rolle einzig und allein zum Wohl und der Zukunft des ganzen Volkes ausübt. Die Königin ist das Herz, das zentrale "Organ" in diesem Organismus und jede Manipulation an ihr trifft daher das gesamte Volk. Der Hochzeitsflug der jungen Königin und das Ausschwärmen der alten Königin mit einem Teil ihres Volkes sind eine fundamentale Lebensäußerung des Bienenvolkes. Wird beides kontinuierlich verhindert, erkrankt das Volk auf einer tiefen Ebene seiner Existenz. In einer natürlichen Bienenhaltung erfolgt die Begattung der Königin in großer Höhe und Sonnenlicht und nicht kopfüber eingespannt im Labor mit Samen, der zuvor den Drohnen entzogen wurde.
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Ab Hof (n.tel. Rücksprache)
Stefan Baumgartner-Windisch
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Massageinstitut Castellez
Martinstraße 42a, 3400 Klosterneuburg
www.institut-castellez.at
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Die wunderbar cremige Konsistenz ist ein Genuss, der jedem Gaumen schmeichelt.
Im Cremehonig ist die Kraft all der wunderbaren Frühlingsblumen, die durch die ersten Sonnenstrahlen des Frühsommers gereift sind. Die cremige Konsistenz wird durch das behutsame Rühren des bereits kristallisierenden Honigs hervorgerufen.
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